20 Jahre Upahl: Eine Werkstatt auf Augenhöhe

Menschen mit Behinderungen finden bei der Diakonie Nord Nord Ost Arbeit und ein Ort zum Entwickeln.

Die Diakonie Nord Nord Ost hat am Mittwoch, 24. September, den 20. Geburtstag ihrer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Upahl gefeiert. Und alle waren gekommen: Mitarbeitende genauso wie Vertreter*innen aus Politik und ortsansässiger Unternehmen, mit denen bereits jahrelange und gute Kontakte bestehen.

Dass die Werkstatt in Upahl seit 2005 erfolgreich existiert, ist den Auftraggebern und selbstverständlich dem Team mit den Werkstattmitarbeitenden zu verdanken. Das unterstich auch Geschäftsführerin Kirsten Balzer: „Der Erfolg ist ein Werk vieler helfender Hände.“ In den vergangenen 20 Jahren seien immer mehr Barrieren abgebaut worden und ein Ort entstanden, der auf Vielfalt setzt und in dem sich die Menschen – ob mit oder ohne Behinderung – auf Augenhöhe begegnen.

Als vor 20 Jahren die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in das Gebäude „An der Silberkuhle“ zog und es dadurch viel mehr Möglichkeiten als zuvor gab, ging es zunächst darum, sich um ausreichend Arbeit für die Beschäftigten zu kümmern. „Wir haben gerade zu Beginn einen großen Vertrauensvorschuss von vielen Firmen bekommen. Denen und vielen anderen können wir heute für ihre Arbeitsaufträge an unsere Werkstatt danken“, so Marcus Reek, Abteilungsleiter der Diakonie Nord Nord Ost.

„Sie alle können stolz auf Ihre Leistungen sein. Sie erschaffen Produkte und bieten unterschiedlichste Dienstleistungen an. Ihren Ideenreichtum wünsche ich Ihnen auch für die weitere Zukunft“, sagte Frauke Hilgemann aus dem Sozialministerium in Mecklenburg-Vorpommern in Richtung der Werkstattmitarbeitenden.  

Die Zukunft hat in Upahl bereits begonnen. Denn dass die Werkstatt keineswegs eine Einbahnstraße für die Beschäftigten sein muss, zeigt die steigende Bedeutung von Außenarbeitsplätzen. „Das nimmt an Fahrt auf. Viele Firmen öffnen sich“, erläutert Reek. Ein inklusives Beispiel bietet der ortsansässige Molkereikonzern Arla, in dem Werkstattmitarbeitende als feste Arbeitsgruppe Teil des ersten Arbeitsmarktes sind und in die Abläufe vor Ort integriert sind.

 

Kontakt:

Firmen, die Interesse haben, Menschen mit Behinderungen in ihre Arbeit zu integrieren, können sich direkt an Marcus Reek, Abteilungsleiter der Diakonie Nord Nord Ost, wenden. Er ist für alle Fragen zum Thema offen und gibt gerne jegliche Auskunft: 038822 8288772 oder marcus.reek@diakonie-nordnordost.de

Werkstatt:

Seit dem Jahr 2005 finden Menschen mit geistigen Behinderungen in der Werkstatt der Diakonie Nord Nord Ost in Upahl Arbeitsplätze, an denen sie gefördert und gefordert werden. Mit den Jahren sind die vielseitigen Arbeitsbereiche gewachsen, sodass die Werkstatt nach und nach verändert und erweitert wurde. Die Mitarbeitenden sind vor Ort in der Metallwerkstatt, „Montage und Verpackung“ und Hauswirtschaft tätig. Auch der Garten- und Landschaftsbau hat in den Räumlichkeiten seine Basis. Die Tischlerei findet sich mittlerweile in der Werkstatt der Diakonie Nord Nord Ost in Grevesmühlen wieder. Genauso wie einige andere Arbeitsbereiche. Weitere Werkstattstandorte der Diakonie Nord Nord Ost befinden sich zudem in Wismar, Boltenhagen und Kühlungsborn. Von Wäscherei über Gastronomie bis hin zur Näherei – die Werkstattmitarbeitenden sind in unterschiedlichsten Bereichen tätig.  

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Vor der 20-Jahr-Bühne in Upahl: Marcus Reek (li.) und Kirsten Balzer (re.) von der Diakonie Nord Nord Ost mit Frauke Hilgemann vom Sozialministerium, den Werkstattmitarbeitenden Dominic Brose (3. v. li.) und Sebastian Wilhelms und Ingo Funk, Zweiter stellvertretender Landrat Nordwest-Mecklenburg.