Aufruf zur Demo: Sozialabbau befürchtet

Die Diakonie Nord Nord Ost ruft zur Teilnahme an der Demonstration am 15. Oktober 2025 in Schwerin auf.

Diakonie, Caritas, AWO und weitere Sozialverbände befürchten starke Einschnitte bei zahlreichen sozialen Angeboten in Mecklenburg-Vorpommern. Hintergrund sind geplante Sparmaßnahmen der Landesregierung, die jetzt über den Entwurf eines Haushaltsbegleitgesetz bekannt geworden sind. „Noch sind diese Änderungen nur Vorschläge“, sagt Kirsten Balzer, Geschäftsführerin der Diakonie Nord Nord Ost. „Sie würden sich aber massiv auf die Finanzierung unserer Kitas, die Struktur unserer Eingliederungshilfe und unsere Arbeit in den Beratungsangeboten auswirken.“ 

Gemeinsam mit anderen Verantwortlichen der Wohlfahrtspflege fürchtet sie, dass mit einer Umsetzung mehr als nur Verschlechterungen drohen würden. „Es gibt bereits jetzt Träger von Einrichtungen, die ankündigen, ihre Kitas schließen zu müssen, wenn diese Sparmaßnahmen umgesetzt würden. Auch wird es zu Leistungskürzungen für Menschen mit Behinderung kommen“, sagt sie. Und weiter: „Wir verstehen, dass gespart werden muss. Aber nicht so! Diese Sparmaßnahmen müssen wir gemeinsam verhindern.“

Deshalb rufen Diakonie und weitere Sozialverbände zu einer Demonstration am 15. Oktober 2025 um 13 Uhr in Schwerin auf. Treffpunkt ist der “Alte Garten”. Ziel der Demonstration ist, auf die Politik einzuwirken, den Kahlschlag zu verhindern und mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ins Gespräch zu kommen. „Ich bin sicher: Gemeinsam können wir konstruktiv Ideen entwickeln, um die Haushalte zu entlasten“, meint Kirsten Balzer.

Zurück
Plakat zur Demonstration gegen Sozialabbau in Mecklenburg.