HEP, HEP, Hurra: Feierlaune an Gisa Feuerberg Schule
Die Lübecker Schule verabschiedet 41 Heilerziehungspfleger*innen - und freut sich, dass sie irgendwie ja doch bleiben.
Geschafft: 41 Schüler*innen der Lübecker Gisa Feuerberg Schule (GFS) der Diakonie Nord Nord Ost haben ihren Abschluss in der Tasche. Und das wurde jetzt andächtig, bunt und ausgelassen gefeiert. Zunächst in der Marienkirche und anschließend in den Räumen der staatlich anerkannten Fachschule für Heilerziehungspflege auf der Lübecker Altstadtinsel. Inklusive vieler Freudentränen und bewegender Reden seitens der Mitarbeitenden als auch der Absolvent*innen.
„Es war wieder eine Freude, diesen Weg mit allen zu gehen. Hinter ihnen liegen herausfordernde Jahre. Auf das Ergebnis können sie sehr stolz sein“, sagt Martina Brandes. Und was die Schulleiterin besonders freut: „Der überwiegende Teil der Abschlussklasse bleibt der Diakonie Nord Nord Ost erhalten. Das ist großartig, dass so viele bleiben.“
PiA statt TZA
Viele der frisch gebackenen Heilerziehungspfleger*innen (HEP) werden in Einrichtungen des Geschäftsbereichs 5 – Assistenz, Teilhabe und Selbstversorgung – arbeiten. So wie Tiara Malin Holznagel. „Ich fange zum August in der Erwachsenenwohngruppe in der Vorwerker Straße 66 an. Dort hatte ich auch schon als Praktikantin während der Ausbildung tätig sein können.“ Auf die neue Aufgabe blickt sie nun mit großer Vorfreude. Auch weil sie sich durch die HEP-Ausbildung gut auf den Beruf vorbereitet fühlen kann. An den vergangenen drei Jahren an der Gisa Feuerberg Schule sei sie gewachsen und habe eine anstrengende, aber vor allem spannende Zeit erlebt.
Zwei Gruppen an HEP-Schüler*innen wurden in die Arbeitswelt entlassen. Zum einen diejenigen, die die Ausbildung in Vollzeit in drei Jahren absolviert haben. Und zum anderen diejenigen, die die Ausbildung in vierjähriger Teilzeit (TZA) erfolgreich gemeistert haben.
Letztere ist Geschichte, da sie von nun an durch die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) ersetzt wird. „Sie dauert drei Jahre und ist an einen Ausbildungsvertrag in einer Einrichtung der Eingliederungshilfe, der Kinder- und Jugendhilfe oder einer Kita gekoppelt“, so Martina Brandes. In der Regel gibt es zwei Schultage pro Woche – und entsprechend findet die Ausbildung drei Tage in der Praxiseinrichtung statt. Im ersten Ausbildungsjahr gibt es 1200 Euro pro Monat.
Erfolgsgeschichte in angespannten Zeiten
PiA sei unter anderem für Mitarbeitende der Diakonie Nord Nord Ost interessant, die bereits in einer der Einrichtungen tätig sind und sich dann zur Fachkraft ausbilden lassen möchten. „Das bietet die Möglichkeit, sich intern weiterzubilden, ohne das Unternehmen für die Dauer der Ausbildung verlassen zu müssen“, beschreibt es Martina Brandes.
Ob in Vollzeit, TZA oder nun PiA: Die Gisa Feuerberg Schule bleibt eine Erfolgsgeschichte in angespannten Zeiten. „Zum neuen Schuljahr im August fangen 50 Menschen bei uns an. Die Zahlen sind jedes Jahr hoch – die HEP-Ausbildung bei uns bleibt beliebt.“ Das sei keine Selbstverständlichkeit, wenn man auf den Fachkräftemangel schaut, meint Martina Brandes: „Wir freuen uns daher, dass wir regelmäßig viele motivierte junge Menschen zu HEP ausbilden können. Und wenn dann eben viele in der Diakonie Nord Nord Ost bleiben, ist das natürlich noch erfreulicher.“